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INA-DELTA Rallye Zagreb – Voller Erfolg

Bei Internationaler  INA-DELTA Rallye in Zagreb zeigen Kogler und Schöller in ihren Ford Escort „Oldis“ sensationell auf. 
 
 
 
Die Motorsport-Interessen-Gemeinschaft Austria (MIG Austria ) trat mit Gottfried Kogler – Theresa Krautsieder  auf ihren historischen Ford Escort RS 2000 und mit Peter Schöller – Gabriele Ölsinger ebenfalls auf ihren historischen Ford Escort RS 2000 beim 2. Lauf zum ALPE-ADRIA Cup bei der INA-DELTA Rallye im Raum Zagreb (Kroatien) an den Start. 
 
Die extrem lange und schwierige Rallye mit 155 Sonderprüfungskilometer war sowohl für die Fahrer als auch für die Rallyefahrzeuge eine ganz besondere Herausforderung. Es hatte schließlich an beiden Tagen nicht nur 32 Grad Außentemperatur sondern auch im Fahrzeuginneren wurden 60 Grad gemessen. 
 
An diesem internationalen Bewerb nahmen nicht nur über 70 moderne Rennfahrzeuge teil sondern es wurde auch die historischen Rallyefahrzeuge mitgewertet. Also 12 Oldies mitten unter den schnellen modernen Allrad- und Zweiradgetriebenen. 
Am Freitag ging es bis spät in die Abendstunden ( 23.00 Uhr ) und Gottfried Kogler mit Copilotin Theresa Krautsieder zeigten bereits von Anfang an auf, daß man auch mit den älteren Rennfahrzeugen noch sehr stark im Mittelfeld mitmischen kann, zum allgemeinen Applaus der Zuseher ( da man beim Stadtrundkurs in Zagreb mehr Quer als Gerade um alle Ecken „flog“.  Kogler:“ So ein Hecktriebler begeistert nicht nur die Zuseher auch mir macht es extrem Spaß mehr durch die Seitenscheibe geradeaus zu blicken (durch extremes Querbeschleunigen bedingt)!
 
Im Ziel am Samstag Abend waren nicht nur die Teams total durchgeschwitzt und überglücklich, hatten doch beide MIG Austria Team Fahrer ihr Plansoll mehr als erfüllt. 
Gottfried Kogler gewann die Historische Klasse überlegen und war überraschenderweise in der Klassenwertung mit den modernen Rennautos sogar am sensationellen 3. Gesamtplatz  !
1. Darko Peljhan auf einem VW Polo Proto-WRC,
2. N. LONCARIC auf einem Subaru Impreza STI und
3. Gottfried Kogler auf seinem Ford Escort RS 2000 Baujahr 1972 . 
Den 5. Platz belegte Teammitglied Peter Schöller .
 
Mit diesem Punktemaximum freuen sich die beiden MIG-Austria Piloten schon auf den nächsten Lauf in 3 Wochen in Italien . 
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Niederbayern Rallye 2015

ARC, Niederbayern-Rallye: Platz 14 (Platz 1 Klasse)

Die grenzwertigen Erfahrungen des Gottfried K.

 

Mit 58 gab Gottfried Kogler bei der Niederbayern-Rallye sein Debüt in einem modernen Rallyeboliden, dem UNIOR Citroen DS3 R3. Vom Speed her war er auch nach zehn Jahren Rallyepause schnell wieder „im Geschäft“: Platz 14 gesamt, drittbester Österreicher, Klassensieg. Doch die Gluthitze im Cockpit brachte „Koksi“ auf der 25 Kilometer langen Sonderprüfung nicht nur an, sondern auch über seine Grenzen…

 

„Man muss eines bedenken: Meine letzte volle Rallyesaison bin ich im Jahr 2005 gefahren – mit Ausnahme von zwei Gelegenheits-Starts im Diesel- VW Scirocco im Vorjahr. Aber streng genommen waren es zehn Jahre Rallyepause!“ Umso interessanter war es für Gottfried Kogler, wie er sich, im Alter von 58 Jahren, am Steuer des UNIOR Citroen DS3 R3 im Feld der Niederbayern-Rallye schlagen wird. Noch nie zuvor hat Kogler ein derart modernes Rallyefahrzeug pilotiert. Dass der mit dem DS3 vertraute Gerald Winter an seiner Seite saß, kam Kogler zugute: „Ja, denn am Beginn der Rallye mussten wir ein paar Abstimmungsarbeiten verrichten, ich wollte das Fahrwerk etwas härter.“

 

Etwas härter war dann aber auch die Rallye selbst – denn auch die zahlreichen Jungpiloten der Austrian Rallye Challenge ächzten unter der am vergangenen Wochenende vorherrschenden Gluthitze. Gottfried Kogler konnte nach den Setup-Justierungen zwar sein Tempo steigern und sogar zwölftschnellste Zeiten im starken, mit Porsche und BMW M3-Boliden angereicherten Feld markieren, doch auf der längsten, rund 25 Kilometer langen Sonderprüfung gelangte der 58-Jährige nicht an, sondern über seine Grenzen, wie er offen zugibt. Kogler lacht: „Ja, ich habe zwar auf den kürzeren Strecken den Speed mithalten können – doch auf der 25 Kilometer-Prüfung musste ich dann schmerzhaft einsehen, dass die Zeiten vorbei sind, wo du ohne körperliches Training einfach so ins Auto steigst und Gas gibst. Ich bin auf dieser Prüfung richtig eingegangen – durch die extreme Hitze im Cockpit bekam ich Krämpfe in den Fingern, ich konnte das Lenkrad nicht mehr loslassen, es war ein Wahnsinn! Ich habe allein auf dieser Prüfung sicher eine volle Minute verloren – im ersten Durchgang haben zudem noch die Bremsen nachgelassen…“

 

Von den Hitze-Qualen auf d20150829-Nieder-08-MB-8250er „Mammutsonderprüfung“ abgesehen, darf Gottfried Kogler  mit seiner Leistung durchaus zufrieden sein: Der Melker beendete die Niederbayern-Rallye als drittbester Österreicher auf dem 14. Gesamtrang und konnte damit auch den Klassensieg erringen. „Der Klassensieg war mir wichtig, das freut mich dann schon sehr. Zudem habe ich mich sehr intensiv mit der modernen Technik des UNIOR Citroen DS3 R3 beschäftigt, wir haben viele Setup-Änderungen vorgenommen. Vieles war ja komplett neu für mich als Fahrer. Ich fuhr zum Beispiel noch nie mit einer Startautomatik – da hätte ich einmal beinahe den Motor abgewürgt.“ Stolz fügt Kogler senior hinzu: „Raffael Sulzinger fuhr im R2 sensationell gut – da hat es mir wirklich große Freude bereitet, dass ich ihn zweimal schlagen konnte.“

 

Rückblickend dürfte die erste Rallye mit einem modernen R3-Boliden sehr aufschlussreich für Gottfried Kogler gewesen sein: „Früher bist du mit einem bärenstarken Auto in den Rallyesport eingestiegen, du bist brutal gefahren, was das Zeug hält und hast dich auf den starken Motor verlassen. Heute wiederum hast du ultramoderne Fahrwerke und eine hochkomplexe Elektronik, es ist viel mehr Technik im Auto und du musst schön rund fahren, quer ist heute gar nix mehr! Aber es hat mir wirklich großen Spaß bereitet, diese Rallye mit einem solchen Fahrzeug zu bestreiten.“ Und so könnte es durchaus sein, dass es Gottfried Kogler in der Zukunft noch das eine oder andere Mal „in den Fingern juckt“…

 

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ARC: Niederbayern-Rallye 28. + 29. August R3-Debüt mit 58

ARC: Niederbayern-Rallye 28. + 29. August

R3-Debüt mit 58

Eine gehörige Portion Mut und das altgediente Rennfahrerherz sorgen für ein interessantes Debüt: Gottfried Kogler springt bei der Niederbayern-Rallye für den verhinderten Sohn Michael ein und gibt mit 58 Jahren sein Debüt in einem R3-Boliden. Der UNIOR Citroen DS3 R3, die „rasende Werkzeugkiste“ startet mit Nr. 6 und soll in den Top 20 landen…Kärnten2015-1

Schon beim Vertragsabschluss mit den Sponsoren des UNIOR Rallye Teams wurde bedacht, dass der eigentliche Fahrer Michael Kogler aufgrund seiner neuen beruflichen Laufbahn womöglich bei der einen oder anderen Rallye verhindert sein könnte – schon damals wurde als Ersatzpilot Vater und Teamchef Gottfried Kogler in den Vertrag genommen, um bei einem Ausfall von Michael weiterhin die vertraglichen Verpflichtungen erfüllen zu können.

Jetzt ist es so weit: Michael musste für die kommende Niederbayern-Rallye (28. und 29. August) absagen – somit kommt der Ersatzpilot zum Einsatz. Und der wiederum ist für die Medien alles andere als uninteressant: Denn Gottfried Kogler wird sein Debüt in einem R3-Boliden geben – und das im „zarten“ Alter von 58 Jahren!

Gottfried Kogler kennt als Pilot die Rallyepisten, die Bergrennstrecken und auch die Rundstrecke – vor nicht allzu langer Zeit sorgte er für Erheiterung auf Youtube, als er bei der Rallye Maribor im Retourgang durch die Stadt fuhr, weil das Getriebe des VW Scirocco steckenblieb und es keinen anderen Gang gab. Dieses Szenario beschreibt Gottfried Kogler auf eine prägnante Art und Weise – das ist Kogler, wie man ihn kennt: Aufgegeben wird ein Brief, die Aktionen mitunter mutig bis skurril, langweilig wird es mit dieser Truppe nie. Im Vorjahr hat Gottfried Kogler in einem VW Scirocco zwei Rallyes absolviert – dabei hat er bewiesen, dass er noch nicht zum „alten Eisen“ gehört.

Diesmal jedoch steht Kogler senior vor einer neuen Herausforderung: Der UNIOR Citroen DS3 R3 gilt eigentlich als Fahrzeug der Jugend und ist von der Technik her ganz anders als es die Boliden waren, die Gottfried Kogler zuletzt in seinem „Rennfahrer-Herbst“ pilotiert hatte. Kogler nickt: „Ich bin schon lange kein eher PS-schwaches Auto gefahren – dafür wiederum hat der DS3 die neueste Fahrwerkstechnik eingebaut. Man muss mit einem solchen Auto in den Kurven sehr rund fahren – nur bin ich eben kein 19-jähriger Kartrennfahrer, der sich reinsetzt und mit seiner runden Fahrweise sofort bei der Musik ist.“

Auf dem heißen Sitz des UNIOR Citroen DS3 R3 wird Stamm-Copilot Gerald Winter Platz nehmen, Gottfried sagt: „Gerald kennt das Auto und ich hoffe, dass er mir sagen wird, was ich dann noch besser machen kann.“ Dass Gottfried Kogler die niedrige Startnummer 6 erhielt, amüsiert den Melker ein wenig, schmunzelnd sagt er: „Ich weiß nicht, wie ich zu dieser Ehre komme, aber natürlich werde ich mein Bestes geben.“

Bei dieser mutigen Aktion könnte Kogler einfach eine Zielankunft als Ziel angeben und wäre damit „aus dem Schneider“. Doch das ist nicht seine Art: „Nein, nein – natürlich setze ich mir ein Ziel. Auch wenn ich bislang keinen einzigen Meter in diesem Auto fahren konnte und vor der Rallye nur ein kurzer Rollout geplant ist, möchte ich auf jeden Fall in die Top 20 kommen!“

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Die rasende Werkzeugkiste wird gezündet

ARC: Braustadt-Burg Rallye Zwettl

Die „rasende Werkzeugkiste“ wird gezündet

Bei der Braustadt-Burg Rallye Zwettl zündet Michael Kogler erstmals den UNIOR-Citroen DS3 R3T – der Einsatz in der Austrian Rallye Challenge gilt als Test für das diesjährige Mischprogramm aus nationalen und internationalen Rallyeeinsätzen.

Eigentlich hatten Gottfried und Michael Kogler für 2015 den Schwerpunkt auf Langstreckenrennen gelegt: Der Melker sollte in erster Linie sechs Läufe der 24h Serie im teameigenen AllcarTuning-Seat Leon Supercopa absolvieren und lediglich zwei bis drei Rallyes auf dem Peugeot 208 R2 des slowakischen Importeurs bestreiten.

Doch Mitte Februar kam plötzlich alles anders: Der Werkzeughersteller UNIOR aus Slowenien suchte für seinen bärenstarken Citroen DS3 R3T-Rallyeboliden einen schnellen Fahrer – in einem Auswahlverfahren, dem sich auch Michael Kogler stellte, erhielt dieser kurzerhand den Zuschlag mit einem Mischprogramm, welches ausgesuchte nationale und internationale Rallyes vorsieht.

Als erste Testrallye wurde die bevorstehende Braustadt-Burg Rallye Zwettl auserkoren – die komplett neue Rallye zählt zur Austrian Rallye Challenge (ARC) und wird auf Asphalt-Sonderprüfungen rund um den Raum Zwettl gefahren. Für Michael Kogler das optimale Umfeld, um sich mit dem UNIOR-Citroen anzufreunden: „Ja, ich habe mich im Waldviertel schon immer ganz besonders wohl gefühlt und möchte das auch am kommenden Wochenende nützen.“ Das UNIOR Rallye Team Austria strebt bei diesem Test-Rallyeeinsatz einen Platz in den Top 5 an.

Technische Unterstützung erhält das Rallyeteam ebenfalls vom Waldviertler Citroen Rallye-Spezialisten Manuel Wurmbrand.

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Modellbaumesse St. Pölten

24h Series: 12 Stunden von Mugello

Austrias Next Topmodel im Kogler-Rallyeboliden!

„Austrias Next Topmodel“ Christoph Tauber-Romieri steigt in den UNIOR-Rallyeboliden…

…doch nur, um mit einem Fotoshooting die Werbetrommel für die „Wunderwelt Modellbau“-Ausstellung zu rühren und um die Medien auf das bevorstehende 12 Stunden-Rennen von Mugello aufmerksam zu machen.

Dort, in der Toscana, wird am 13. und 14. März das AllcarTuning Team Austria mit einem Design von Tauber-Romieri antreten – das männliche Fotomodell ist gelernter Grafikdesigner und seit Jahren für die Kult-Outfits der Kogler-Boliden verantwortlich. Der Seat Leon wird wieder von Michael Kogler, „Tessitore“ und Peter Schöller pilotiert.

Vor vielen, vielen Jahren oder vielmehr Jahrzehnten wurde ein österreichischer Schauspieler als „schönster Mann der Welt“ bezeichnet – richtig: Es handelt sich um „Enfant Terrible“ Helmut Berger, der frühere Hollywood-Weltstar machte zuletzt eher durch schräge Eskapaden im „Dschungelcamp“ und anderen TV-Shows auf sich aufmerksam…

Ein solchermaßen tragisch-komisches Schicksal dürfte Christoph Tauber-Romieri wohl eher nicht erwarten: Der 1,85 Meter große St. Pöltner schaffte es in der sechsten Staffel der Puls 4-Castingshow „Austrias Next Topmodel“ auf den hervorragenden dritten Platz – doch von seiner Schönheit alleine möchte er wohl nicht leben, zumal er auch mit einem „Sinn für Ästhetik“ gesegnet ist. Der gelernte Grafikdesigner zeichnet seit fünf Jahren für das Design der Kogler-Boliden verantwortlich – darunter atemberaubende Entwürfe wie die „rasende Skihütte“, mit der das AllcarTuning Racing Team Austria bei den 24 Stunden von Dubai die Aufmerksamkeit der internationalen Pressefotografen auf sich zog.

„Rasende Werkzeugkiste“ wird präsentiert

Teamchef Gottfried Kogler erklärt: „Die Arbeit mit Christoph verläuft auf einem höchst professionellen Level – meistens komme ich mit einer Grundidee, die er dann gekonnt umsetzt.“ Im Rahmen der „Wunderwelt Modellbau“-Ausstellung (von 13. bis 15. März im VAZ St. Pölten) werden auch zwei Boliden aus dem Hause Rittner-Kogler präsentiert: Die „rasende Werkzeugkiste“ wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert: jener Citroen DS3 R3 T, mit dem Michael Kogler heuer die brandneue Zwettl-, die Jacques Lemans-, die Waldviertel- und die WM-Rallye in Deutschland bestreiten wird – und auch der teameigene VW Scirocco wird zu sehen sein.

Im Vorfeld der Ausstellung ließ es sich Designer und Topmodel Tauber-Romieri nicht nehmen, sich einmal selbst ins Cockpit zu setzen – freilich nur für ein Fotoshooting, um ein wenig die Aufmerksamkeit der Medien zu erheischen.

12 Stunden-Rennen in Mugello

Während die beiden Kogler-Boliden die Herzen der St. Pöltner Messebesucher erfreuen, ist das AllcarTuning Team Austria längst im fernen Süden unterwegs – in der italienischen Toscana steigt der zweite Lauf zur 24hSerie, die 12 Stunden von Mugello. Wie schon in Dubai werden Michael Kogler, „Tessitore“ und Peter Schöller ins Lenkrad des Seat Leon Supercopa greifen, in der Klasse A3T sind diesmal neun starke Teams am Start. Teamchef Kogler ächzt: „Das wird alles andere als einfach – aber diese Serie hat sich dermaßen sensationell entwickelt, dass es eine Freude ist, dort an den Start zu gehen.“

Das findet auch Sohn Michael Kogler: „Wir sind ja im Vorjahr bereits in Mugello gefahren und diese tolle Rennstrecke mit ihren vielen Kuppen stellt für mich das Rundstrecken-Highlight des Jahres dar – ein selektiver Kurs, wo selbst mein Rallyeherz auflebt.“

„Hornissenflug“ & Gaumenfreuden

Das Rennen ist ein Novum: Wegen der örtlichen Lärmbestimmungen wird das 12 Stunden-Rennen in zwei Hälften aufgeteilt, die am Freitag und am Samstag absolviert werden. Michael erklärt: „Es wird hinter dem Safety Car gestartet und am Ende des ersten Teils fängt das Safety Car das Feld ein und bringt es direkt auf der Zielgeraden zum Erliegen, dort bleiben die Autos unter Parc ferme-Reglement dann stehen, ehe am nächsten Tag wieder weitergefahren wird. Für mich wirkte das, als hättest du einen ‚Hornissenflug‘, der dann urplötzlich verstummt, das habe ich so noch nirgends erlebt.“

Dass Mugello noch weitere Reize bietet, verrät Michael auf charmante Art und Weise: „Mugello ist ganz nach Papa und Sohn Koglers Geschmack: Die Temperaturen werden um die 18 bis 20 Grad betragen, es ist durchgehend Sonnenschein angesagt. Und: Die italienische Küche sorgt für kulinarische Hochgenüsse – wer uns kennt, der weiß, dass auch das persönliche Wohlbefinden eine wichtige Rolle in unserem Team spielt.“

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24h von Dubai-Ergebnis

24h Series: 24 Stunden von Dubai 2015

Dubai war eine Reise wert

 

96 Autos starteten ins die zehnte Auflage des 24-Stunden-Rennens; etliche schafften es nicht ins Ziel – das Allcar-Tuning Racing Team zeigte, wie’s geht.

 

Im Ziel: Gesamtrang 56 und der 3. Platz in der Klasse für die Mannschaft rund um Gottfried Kogler und die Fahrer Michael Kogler, Erich „Tessitore“ Weber sowie Peter Schöller. Sie gingen den Marathon im Mittleren Osten als Drei-Fahrer-Team an, in diesem anstrengenden Rennen die klare Ausnahme. Vor dem Start nahm das Team noch kleinere Modifikationen am SEAT Leon Supercopa vor, um erhöhte Öltemperaturen in den Griff zu bekommen. Michael Kogler machte erstmals den Startfahrer: „Gleich zu Beginn habe ich einige Plätze aufgeholt. Dass die Reifen noch kalt waren, hat mir als Rallyefahrer anscheinend nicht soviel ausgemacht. Dann hat es zehn Autos vor mir einem anderen Fahrzeug den Motor zerrissen, im Spiegel habe ich gesehen,wie sich Autos hinter mir drehen…“ – Es war erst der Beginn eines turbulenten, von Code-60-Phasen zerrissenen Rennens. Code 60:  Bei Zwischenfällen auf der Strecke wird ein strenges 60km/h-Tempolimit ausgerufen, quasi ein Safety-Car-Phase ohne Safety-Car.

 

Da erwiesen sich die Einheitsreifen einer neuen Marke als etwas tückisch. Erich Weber, mit elf Stunden Fahrzeit heuer der Marathonmann: „Die Reifen haben zwar genügend Grip, aber sie kühlen sehr schnell aus. Am Ende einer Code-60-Phase muss man höllisch aufpassen.” Der SEAT Leon gab etwas Grund zur Besorgnis: „Wir können nicht ganz die volle Leistung abrufen.“ Gottfried Kogler konstatiert dafür einen Vorteil über die Konkurrenz: „Unser Auto braucht weniger Treibstoff als andere in der Klasse; wir können eine Stunde und 50 Minuten fahren, die Konkurrenz nur sechzig bis achtzig Minuten. Ich rechne damit, dass mit der Zeit durch die Rangliste nach oben wandern.“

 

Und das war dann auch der Fall: Während etliche Konkurrenten an der Herausforderung Dubai buchstäblich zerbröselten (mit und ohne fremde Hilfe), drehten die drei Allcar-Tuning-Fahrer mit großer Zuverlässigkeit ihre Runden durch den heißen Tag und die lange, kalte Nacht. Der dritte Mann im Team, Peter Schöller, kam nach langer Renn-Abstinenz gut zurecht: „Einiges von meiner bisherigen Erfahrung ist ja doch noch da!“ Auf der Strecke geht es trotz einiger Ausfälle lebhaft zu: „Zeitweise sind wir gleich zu viert nebeneinander durch die Kurven gefahren…“ – Der Teamchef war happy mit der Leistung der Fahrer: „Von meinem Sohn habe ich nichts anderes erwartet; auch bei Tessitore war mir klar, dass er mit Michael mithalten kann. Die große Überraschung war der Peter – wir haben ihn als den „Herrenfahrer“ genommen, der nichts kaputt macht. Ich muss sagen: Hut ab, wie er sich gesteigert hat. Er ist bis auf ein, zwei Sekunden an die Zeiten der Kollegen herangekommen, und das mit 65 Jahren. Ich hab schon nach dem Test gewusst, er nimmt’s ernst! Und das hat sich bewahrheitet.“

 

Der neue Morgen fand den SEAT innerhalb der Top 50 im Gesamtklassement und auf einem sicheren Podiumsplatz in der Klasse A3T. Eine kleine Pause zum Abkühlen der Technik kostete ein paar Platzierungen, aber im Vordergrund stand der Klassenrang. Von bis zu 36 Stunden Schlaflosigkeit gezeichnet, aber hochzufrieden: Das Allcar-Tuning Racing Team erobert wieder Platz 3 in der Klasse, mit einer tollen Teamleistung.

 

Stimmen der Fahrer:

 

Michael Kogler: „Ich bin hier schon zum fünften Mal gefahren, kenne Kurs und Auto; das war wertvoll. Der Nacht-Stint zwischen 3 und 5 Uhr früh war für mich der spannendste: Es war irrsinnig viel Verkehr, und das Auto ist besser gelaufen, weil es kühler war. Wir haben die volle Leistung abrufen können. Mit Adrenalin-Kick durch die Nacht! Qein tolles Rennen, der 3. Platz war im Endeffekt okay.“

 

Erich Weber: „Es war ein spannendes und anstrengendes Wochenende. Elf Stunden im auto, das ist für einen alten Mann keine schlechte Leistung! Ich war mit meinen Zeiten zufrieden – es hat gepasst. Gerne wieder!“

 

Peter Schöller: „Mein Resümee ist, dass ich nach zwölf Jahren wieder auf die Rennstrecke gegangen bin, und gleich wieder mit einem 24-Stunden-Rennen begonnen habe. Das war vielleicht ein bisschen hoch gegriffen! Aber meine Zeiten am zweiten Tag waren dann schon ganz ordentlich. Darauf kann man vielleicht für die Zukunft aufbauen.“

 

 

Der Teamchef fasst zusammen: „Wir haben unser Ziel erreicht. Natürlich hätten wir uns nach viermal Platz 3 vielleicht mehr gewünscht… – die Thermik hat uns ein bisserl zurückgehalten. Mit diesem Problem haben ja viele Leute gekämpft. Das Auto ist extrem zuverlässig. Wir sind bei allen 24-Stunden-Rennen 2014 und jetzt auch hier im Ziel gewesen, immer am Stockerl, und immer am 3. Platz.“ Ein großes Kompliment an die Mechaniker: „Sie sind ein eingefleischtes Team, auf das ich mich zu 100 Prozent verlassen kann. Sie sind Rallye-Schrauber, das heißt, sie können extrem schnell Fehler finden und beheben. Das macht den Unterschied. Da macht jeder den richtigen Handgriff. Und Dubai ist eines der wenigen Rennen, wo die Mechaniker aus Spaß mitmachen – weil’s eben Dubai ist!“

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