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Kein Glück beim Grande Finale

ORM/ORM2WD: Rallye Waldviertel

Michael Kogler wollte beim ORM-Finale im Waldviertel den nach der Liezen-Rallye wieder möglichen ORM2WD-Titel holen – doch das Glück war diesmal nicht auf seiner Seite…

Bei der von unheimlich vielen Zuschauern besuchten letzten
Waldviertel-Rallye, dem Finale der Österreichischen
Rallye-Staatsmeisterschaft (ORM) zeigte sich Michael Kogler vom UNIOR Citroen DS3 R3T noch die Chance, sich zum ORM2WD-Staatsmeister zu küren – denn wie in der großen Spielklasse kämpften auch in der Rallye Staatsmeisterschaft für zweiradgetriebene Fahrzeuge beim Grande Finale noch drei Piloten um den Titel…

Michael Kogler und sein erfahrener Copilot Andre Kachel begannen die Rallye mit einer Bestzeit, nach zwei Sonderprüfungen führte das UNIOR Racing Team Austria in der ORM2WD mit einem Vorsprung von 3,2 Sekunden.

Für den zweiten Durchgang jedoch vergriff man sich bei der Reifenwahl. UNIOR Racing Team Austria-Teamchef Gottfried Kogler erklärt: „Wir haben ja als eines von wenigen Teams einen Vertrag mit Pirelli, einen solchen hat auch Raimund Baumschlager – und die Italiener haben alles daran gesetzt, dass wir den Titel holen können. Es wurde sogar extra ein Reifentechniker aus Italien eingeflogen. Dafür möchte ich Pirelli auch meinen Dank aussprechen.“ Dennoch war der empfohlene weiche Reifen für Michael Kogler die falsche Wahl, weshalb er auf SP3 runde zehn Sekunden einbüßte. Wieder
mit der härteren Mischung gelang ihm auf SP4 erneut eine Bestzeit.

Nach dem ersten Tag fehlten Michael auf Platz zwei der 2WD liegend exakt acht Sekunden.

Kettenreaktion nach „verschlafener“ SP

Doch auf der morgendlichen SP6 büßte Michael gleich einmal weitere 18,6 Sekunden ein. Vater Gottfried erklärt: „Michael kam an diesem Morgen nicht richtig in Fahrt und hat auf dieser Prüfung im Grunde den Titel verloren. Denn in der Folge wollte er natürlich unbedingt den Rückstand wieder gutmachen und fuhr, wie wir sagen, mit der ‚Brechstange‘. Das war auch die einzige Chance, um den Überraschungstitel doch noch zu holen.“

Doch ein so genannter „Wackelstein“ kam dem Unterfangen in die Quere. Die „rasende Werkzeugkiste“ schlug mit dem rechten Hinterrad gegen den Stein, dabei wurde die Hinterachse verbogen. Michael Kogler berichtete im Ziel der Prüfung: „Ich musste Tempo rausnehmen, denn das Auto fährt nur noch quer.“ Nach einer Begutachtung jedoch stellte sich heraus, dass nichts gebrochen
war, so konnte Michael mit der verbogenen Achse sogar noch eine Bestzeit markieren.

„Meister der Improvisation“

Im Service dachte man trotz fehlender Ersatz-Hinterachse noch lange nicht daran, aufzugeben. Grinsend erzählt Gottfried Kogler: „Wir haben uns eine Stahlpresse von Baumschlager Rallye Racing ausgeborgt und unsere Tschechischen Mechaniker sind wahre Meister der Improvisation. Sie wussten genau, wo sie ansetzen mussten, um die Achse wieder gerade zu biegen, ohne dass dabei ein Riss entstand.“

Auf der vorletzten SP fehlte Michael noch das nötige Vertrauen in das solchermaßen reparierte Fahrzeug, doch auf der letzten Prüfung ließ er den Citroen noch einmal fliegen und konnte solchermaßen noch eine Bestzeit markieren. Insgesamt gelangen Kogler sechs Bestzeiten in der ORM2WD.

„Tolle Saison mit zwei Titel“

Michael Kogler beendete die Rallye auf Platz drei der ORM2WD, konnte aber noch die Niederösterreich Rallye Trophy für sich entscheiden. Schon bei der Herbstrallye krönte sich Kogler zum Champion der Austrian Rallye Challenge, als erster Pilot eines 2WD-Fahrzeugs.

Und so zieht Gottfried Kogler trotz des verlorenen ORM2WD-Titels eine positive Bilanz: „Wir hätten heuer drei Titel holen können – jetzt sind es halt nur zwei geworden, da kann man sich nicht beklagen. Eigentlich haben wir nach der dritten Rallye bereits gedacht, dass wir in der ORM2WD keine Chance mehr haben – erst durch das Pech unserer Mitbewerber in Liezen hat sich hier noch einmal eine Chance ergeben. Dennoch blicken wir auf eine tolle Saison zurück – wir hatten keinen einzigen Crash und auch keine gröberen technischen Probleme. Und: Es war eine hochkarätig besetzte
ORM2WD-Saison mit drei gleichwertigen großartigen Piloten, die bis zur letzten Rallye um den Titel gekämpft haben.“

„Habe gratuliert“

Michael Kogler sieht es nicht anders und zeigt sich als Sportsmann: „Es ist für mich keine Schande, einem aufstrebenden, wirklich großartig fahrenden Jungtalent den Titel zu überlassen. Ich habe auch schon im Verlauf der Rallye herzlich zum Titel gratuliert. Ich denke, dass wir heuer insgesamt eine großartige Meisterschaft gesehen haben und ich freue mich, ein Teil davon gewesen zu sein. Nächstes Jahr wollen wir wieder vermehrt internationale Rallyes bestreiten und darauf freue ich mich jetzt schon sehr.“

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ARC-Titel bei der Herbstrallye: „Etwas ganz Besonderes!“

Michael Kogler krönte sich bei der Herbstrallye Dobersberg zum Champion der Austrian Rallye Challenge – in einem unterlegenen 2WD-Fahrzeug. Jetzt hofft er, dass es beim Saisonabschluss der Österreichischen 2WD Rallyemeisterschaft , im Rahmen der Waldviertel-Rallye, in dieser Tour weitergeht, denn auch dort hat er Titelchancen…

Die Herbstrallye Dobersberg verlief für Michael Kogler optimal – der Führende der Austrian Rallye Challenge lag nach drei Sonderprüfungen sogar vor dem bis gestern regierenden ARC-Champion Dani Fischer im überlegenen Allrad-Subaru, den er im Vorjahr bis zur letzten Rallye herausfordern konnte . Doch der ungleiche Kampf „David gegen Goliath“ stand dann nicht im Vordergrund, schließlich wollte Michael kein unnötiges Risiko eingehen. Dass er nach einem Fehler von Fischer dann doch hinter den beiden R5-Piloten auf Platz drei des Gesamtergebnisses landete, war wohl Ironie des Schicksals. Wie auch immer: Michael Kogler krönte sich beim Saisonfinale der ARC mit dem dritten Gesamtrang zum neuen Champion….

UNIOR Racing Teamchef Gottfried Kogler konnte diesmal nur von einer problemlosen Rallye berichten: „Es war eine Musterrallye – ein Tag, wie man ihn sich wünscht. Michael war locker unterwegs und fuhr sehr gelöst. Am Ende landeten wir sogar noch auf Platz drei des Gesamtergebnisses, hinter den beiden starken R5-Piloten Fischerlehner und Rigler – was will man mehr?“

Dabei stand die Austrian Rallye Challenge im heurigen Programm des UNIOR Racing Team  vorerst nicht auf dem Programm: „Wir haben die Schneerosen-Rallye lediglich als Test für unsere ORM2WD-Saison absolviert. Der Rest hat sich dann ergeben – es zeigt irgendwo auch: Wenn man etwas nicht hartnäckig anstrebt, kommt es oft von ganz allein.“

Gedenken an ARC-Mastermind Folkrad Payrich

Michael Kogler widmete seinen ersten Titel in der Austrian Rallye Challenge dem letzte Woche verstorbenen ARC-„Gründervater“ Folkrad Payrich: „Für mich stehen die Herbstrallye, die Challenge und Folki in enger Verbindung. Ich war schon als Kind bei der Herbstrallye zuschauen und ich habe dort meine ersten ‚Gehversuche‘ im Suzuki Motorsport Cup unternommen – da habe ich dann Folki kennengelernt und er war auch damals schon sehr engagiert für junge Neueinsteiger. Letztendlich hat er über 20 Jahre hinweg zahlreichen Rookies den Einstieg in den Sport erleichtert. Die Herbstrallye war auch in schwierigen Zeiten immer ein toller Saisonabschluss der ARC. Daher ist dieser ARC-Titel für mich etwas ganz Besonderes!“

Der von Michael schon im Sommer angekündigte „heiße Rallye-Herbst“ ist natürlich noch nicht zu Ende. Bei der Waldviertel-Rallye tritt Michael als Leader der ORM2WD an. Wie auch immer – auch Teamchef Gottfried Kogler sagt: „Im Waldviertel zählt nur der Sieg!“ Dann nämlich kann sich Michael Kogler zum 2WD-Staatsmeister küren. Michael nickt: „Ich hoffe, dass mein ‚heißer Rallye-Herbst‘ in dieser Tour weitergeht.“

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Skoda Rallye Liezen

Unverhofft kommt… die ORM2WD-Führung!

Michael Kogler feiert mit Andre Kachel als Copilot den ORM2WD-Sieg bei seiner ersten Skoda Rallye Liezen – das UNIOR Racing Team Austria genießt einen „heißen Rallye-Showdown“: Michael kommt als ARC-Leader zur Herbstrallye Dobersberg und als ORM2WD-Leader zur Waldviertel-Rallye…

“Hätte mir jemand vor der Skoda Rallye Liezen gesagt, dass die  2WD-Staatsmeisterschaft noch spannend wird, hätte ich ihm das nicht geglaubt! Dass sich die Ereignisse dann dermaßen überschlagen – das ist einfach nur unglaublich“, rang Michael Kogler vor der Zielrampe nach Worten. Denn das UNIOR Racing Team Austria feierte an diesem Abend nicht nur den Sieg in der ORM2WD, sondern auch die Meisterschaftsführung. Doch der Reihe nach…

Michael Kogler und seine „rasende Werkzeugkiste“, der UNIOR Citroen DS3 R3T fuhren zum allerersten Mal bei der Skoda Rallye Liezen. Und weil Stammcopilotin Jenny Hofstädter nach einem beruflichen Wechsel nicht zur Verfügung stand, engagierte Teamchef Gottfried Kogler niemand geringeren als den allseits bekannten Profi Andre Kachel für den „heißen Sitz“. Kogler senior: „Wir sind aber sehr relaxt an diese Rallye herangegangen, denn wir alle haben – ganz ehrlich – die Meisterschaft bereits abgeschrieben.“

Bestzeiten im 2WD-Duell

Dermaßen druckbefreit überraschte Michael Kogler – einmal mehr – auch sich selbst mit einer unheimlich starken Performance: Gleich auf der ersten Sonderprüfung markierte er die ORM2WD-Bestzeit mit 10,1 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Julian Wagner. Der zu diesem Zeitpunkt noch die ORM2WD anführende Daniel Wollinger hatte bereits beim Shakedown Pech und zerstörte dort sein Auto. Nach vier gefahrenen Prüfungen lag Michael exakt acht Sekunden vor Wagner. Auf dem die erste Etappe abschließenden, nur rund fünf Kilometer langen Stadt-Rundkurs büßte Michael dann satte zwölf Sekunden auf Wagner ein: Es stellte sich heraus, dass Wagner eine Passage der Strecke ausließ – er wurde zunächst mit einer 10 Sekunden-Strafe belegt – doch nach der Intervention des deutschen Toyota-Werksteams wurde die Strafe auf eine Minute erhöht. Gottfried Kogler: „Das kam für uns völlig unerwartet – denn es ist recht unüblich, dass eine solche Strafe Stunden später erhöht wird.“ 

Trotz des sich daraus ergebenden Vorsprungs ließ es sich Michael nicht nehmen, an diesem Samstagvormittag in einem „heißen Duell“ mit Wagner drei weitere Bestzeiten in den Asphalt zu brennen. Nachdem Wagner wegen eines Getriebeschadens abstellen musste, galt es für Michael, den Sieg ins Trockene zu fahren. 

Gottfried Kogler: „Allerdings hätten wir beinahe Luca Rossetti übersehen – ein internationaler Spitzenpilot, der im Werks-Toyota immer näher kam und ebenfalls für die ORM2WD punktberechtigt war. Vor der letzten Prüfung wurde es noch einmal richtig spannend: Während Rossetti noch einmal vier neue Reifen aufzog, mussten wir aus den bereits gebrauchten Pneus jene vier herauspicken, die am wenigsten verbraucht waren. Und das hat geklappt.“

Der wirklich „heiße Rallye-Herbst“ im Waldviertel

So kam es, dass Michael Kogler und Andre Kachel als strahlende ORM2WD-Sieger über die Zielrampe der Skoda Rallye Liezen fuhren. Michael: „Der Einsatz mit Andre war grandios – und auch vielen Dank an mein Team, das wieder großartig gearbeitet hat. Dass wir jetzt als ORM2WD-Leader bei der Waldviertel-Rallye antreten, zeigt wieder einmal, dass eine Meisterschaft erst nach dem Zieldurchlauf bei der allerletzten Rallye entschieden wird. Jetzt freue ich mich schon sehr auf die beiden Rallyes im Waldviertel.“

Denn vor dem „Grande Finale“ der ORM2WD steht in zwei Wochen die Herbstrallye Dobersberg auf dem Programm – dorthin kommt Michael Kogler als Leader der Austrian Rallye Challenge und als Leader der Niederösterreich Rallye Trophy. Zu viel Druck? „Nein gar nicht“, lacht Michael. „Es gibt mir zusätzliche Motivation, wenn es auch um etwas geht.“ Vor wenigen Wochen sprach Michael in seiner typischen blumigen Sprache vom „heißen Rallye-Herbst“ – dass dieser für ihn selbst tatsächlich noch dermaßen heiß werden könnte, hat er damals ganz sicher nicht gedacht…

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Kogler kann ARC-Führung ausbauen

Während Gottfried Kogler nach nur zwei Prüfungen wegen eines Softwareproblems aufgeben musste, konnte Michael Kogler bei der Niederbayern-Rallye seine ARC-Führung ausbauen. Ein schaler Beigeschmack bleibt trotzdem…

Foto: Unior Racing Team Austria

Wer Gottfried Kogler kennt, der weiß, dass er niemals aufgibt – davon zeugen so manche „Kult-Videos“ in den unendlichen Weiten des Internets. Da geht es schon mal im – wegen Getriebeschaden einzig verfügbaren – Retourgang quer durch Maribor, um die Zeitkontrolle nicht zu verpassen.

Bei der Niederbayern-Rallye gab es am Citroen DS3 R3T von Gottfried und seiner bayrischen Copilotin Melanie Kalinke nach nur einer Sonderprüfung ein Problem mit der Software: Der Motor wollte seinen Dienst nur noch jenseits von satten 6.000 Touren erledigen. Um den Mechanikern Gelegenheit zu geben, nach der  ersten Etappe den „Softwarehund“ zu finden, beschloss man, die noch ausständige Prüfung im beschriebenen „Spezialmodus“ zu bestreiten. Gottfried schmunzelt: „Natürlich ist es möglich, so zu fahren – du kannst den Motor dann mit der Bremse niederhalten, aber es ist natürlich ein Kampf und es war für die Fans an der Strecke sicher ein wenig rätselhaft. Allein am Start gab es doch einige verwunderte Gesichter – die haben sicher gedacht: ‚Der Alte hat einen komischen Fahrstil!“ 

Der mit Humor gesegnete und immer noch flott fahrende Teamchef (Platz 22 auf SP1) musste schließlich w.o. geben, der Fehler war einfach nicht zu finden. So konzentrierte sich Gottfried Kogler am zweiten Tag ausschließlich auf die Betreuung seines Sohnes Michael Kogler, der gemeinsam mit Theresa Krautsieder den stärkeren Citroen DS3 R3T Max pilotierte. Sein Resümee: „Michael fuhr in Niederbayern fehlerfrei – als klar schnellster 2WD-Pilot wurde er im Gesamtergebnis Fünfter, obwohl er lange Zeit auf Platz vier lag, bis es auf einmal Zeitenstrafen hagelte. Die Hintergründe sind jedoch unfassbar.“

UnFASSbarer Strafenhagel

Auf SP8 gab es nach einer Kuppe eine Schikane, welche mittels mit Wasser gefüllten großen Plastikfässern markiert war. Das führende Fahrzeug kollidierte mit diesen Fässern und brachte diese zu Boden. In der Folge versuchten Streckenposten, diese Fässer wieder in Position zu bringen. Michael Kogler schildert den Vorfall aus der Cockpitpersektive: „Wir kommen mit 170 Sachen über die Kuppe und ich sehe, wie zwei Streckenposten mit ihren Rücken zu mir gewandt an den umgefallenen Fässern hantieren. Ich bin daher wesentlich früher als nötig in die Eisen gestiegen, das ist eine menschlich angeborene Funktion – du siehst zwei Rücken und weißt nicht, wohin sie sich bewegen werden. Das war eine Schrecksekunde im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin sofort nach der Prüfung zum Fahrerverbindungsmann gegangen und habe ihm gesagt: ‚Da muss man froh sein, dass es gut ausgegangen ist!‘ Was danach geschehen ist – darüber war ich dann schwerstens verwundert.“

Der Grund der Verwunderung: Die Rennleitung verpasste nicht nur dem Führenden, sndern auch den nachfolgenden, vom Schikanen-Chaos betroffenen Piloten eine Zeitstrafe von 30 Sekunden. So verlor Michael den sicher geglaubten vierten Gesamtrang. Beim Versuch, die Zeit auf der letzten Prüfung wettzumachen,  konnte Kogler zwar eine tolle Zeit markieren, doch letztendlich fehlten rund neun Sekunden. Michael sagt: „Es ist halt schade, wenn eine Rallye zu einer Strafenlotterie verkommt – ich verstehe nicht, wieso man uns dafür bestraft hat, dass es seitens des Veranstalters hier ein Fehlverhalten gab.“ Gottfried Kogler ergänzt: „Man hat uns erklärt, man müsse eine Schikane, wenn sie umgefallen ist, virtuell umfahren, also so, wie sie im Roadbook steht. Nur: Wenn da Menschen mit dem Rücken zu dir stehen – wie willst du das dann machen, ohne diese Leute zu gefährden? Was mir auch ein Rätsel ist: Ich habe als Teamchef einen Einspruch hinterlegt – diesbezüglich hat sich niemals jemand bei uns gemeldet.“

Motiviert für den „heißen Rallye-Herbst“

Michael Kogler kann trotzdem einen positiven Rückblick auf das Niederbayern-Abenteuer liefern: „Es war ein gelungener Test und eine gelungene Überbrückung der Sommerpause. Ich konnte in Niederbayern etwas Selbstvertrauen tanken und gehe voll motiviert in einen heißen Rallye-Herbst.“

In der Austrian Rallye Challenge (ARC) konnte der Citroen-Pilot seine Gesamtführung ausbauen. Zwar steht Michael noch nicht als Meister fest – doch die Zeichen stehen gut…

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„Generationenduell“ einmal anders…

ARC: Niederbayern-Rallye

Mit Gottfried und Michael Kogler fahren bei der Niederbayern-Rallye wie im Vorjahr Vater und Sohn bei der gleichen Veranstaltung. Doch diesmal sogar – fast – im selben Auto. Michael kommt als klarer Tabellen-Leader zur vorletzten Runde der Austrian Rallye Challenge.

„Streng genommen fahren wir gegeneinander, das kann man durchaus so sagen“, schmunzelt Gottfried Kogler. Denn beim vorletzten Lauf zur Austrian Rallye Challenge (ARC) im Rahmen der Niederbayern-Rallye treten sowohl Gottfried als auch dessen Sohn Michael in einem Citroen DS3 R3 an. Allerdings sind die beiden „rasenden Werkszeugkisten“ mit unterschiedlichen Motoren ausgerüstet.

Michael Kogler pilotiert den stärkeren Citroen DS3 R3T Max, was jedoch nicht immer ein Vorteil sein muss. Der Motor gibt sein Drehmoment zu abprubt und lediglich innerhalb eines schmalen Drehzahlbands frei – aus diesem Grund etwa wählte Michael Kogler für die Schneebergland-Rallye den schwächeren, aber gutmütigeren DS3 R3T, da sich der Effekt auf Schotter noch mehr auswirkt. Vater Gottfried erklärt dazu: „Der R3T Max hat leider nicht ganz den Erwartungen von Michael entsprochen – man muss auch dazu sagen, dass die meisten R3T Max-Piloten solche Erfahrungen machen mussten. Die Motorcharakteristik ist bei diesem Aggregat einfach nicht ideal.“ 

Michael Kogler kommt als ARC-Leader

Zur Niederbayern-Rallye kommt Michael Kogler als klarer Leader der Austrian Rallye Challenge – im Vorjahr konnte Kogler bis zur letzten ARC-Rallye als 2WD-Fahrer den Allrad-Piloten Daniel Fischer herausfordern, heuer fuhr Fischer zwei Rallyes mit einem ART-Fahrzeug und liegt somit bereits runde 42 Zähler zurück. Kogler junior, der sich heuer auf die ORM2WD konzentriert hat, kommt mehr oder weniger durch „Zufall“ zur Ehre der ARC-Führung, da bei der Rallye Weiz gleich zwei Tage zur ARC gezählt wurden. Michael erklärt: „Eigentlich ist diese Rallye für mich eine Art Sommmerüberbrückungstraining. In der Gesamtwertung haben wir auf den „deutschen Autobahnen“ keinen Auftrag – aber natürlich möchte ich schauen, dass wir die ARC-Führung auch behalten können.“

Michael Kogler wird mit der im Raum Passau lebenden Theresa Krautsieder an den Start gehen – mit der Startnummer 4.

Gottfried Kogler, im schwächeren Citroen DS3 R3T, fährt ebenfalls mit einer Copilotin aus Passau:  Die bereits erfahrene Melanie Kalinke wird an seiner Seite aus dem „Gebetsbuch“ lesen. Kogler Senior wird erst mit Startnummer 42 von der Leine gelassen – Gottfried erklärt den Hintergrund: „Da wir aus Budgetgründen nur mit einer kleinen Mechanikermannschaft antreten, habe ich freiwillig um eine hohe Startnummer gebeten, damit ich später zum Service komme.  Das hilft uns zumindest am ersten Tag.“ Der Hintergrund: Am zweiten Tag wird nach der Reihung vom Vortag gefahren – und schon im Vorjahr konnte Gottfried Kogler in Niederbayern mit dem 15. Gesamtrang in einem Mitsubishi Lancer Evo VIII beweisen, dass er immer noch weiß, wo das Gaspedal im Cockpit zu finden ist…

Gottfried lacht: „Ich habe altersbedingt gehofft, dass es diesmal kühl wird und regnet, denn große Hitze  macht mir schon zu schaffen, das gebe ich gerne zu –  doch es sind auch heuer wieder runde 32 Grad angesagt. Konditionell wird für mich die zweimal zu fahrende 22 Kilometer-Prüfung sicher eine Herausforderung darstellen, doch auf die ansonsten kurzen Prüfungen freue ich mich schon sehr.“

 

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ORM RALLYE WEIZ 2017

Trotz Krankheit aufs Podium !

Michael Kogler war zur Weiz Rallye angereist, um dem Tabellenführenden Daniel Wollinger einige Punkte in der Meisterschaft näher zu kommen – doch am Samstagmorgen war alles anders. Trotz angeschlagenem Gesundheitszustand kämpfte Kogler jedoch bis zum Schluss und wurde mit Platz 3 in der ORM2WD sowie der Tabellenführung in der Austrian Rallye Challenge belohnt.

Am Freitag war man noch im Begriff, das Tempo von Wollinger zu halten, aber bereits Samstag früh stellte der UNIOR-Pilot fest, dass ihm eher nicht nach Rallyefahren war! Starke Kopfschmerzen und Übelkeit geboten, vorerst einmal das Frühstück auszulassen.  Die Situation verbesserte sich auch dann nicht, als Michael Kogler im Rallyeauto Platz genommen hatte.  Den angeschlagnenen Gesundheitszustand spiegelten auch die folgenden Sonderprüfungszeiten: Kogler rutschte in den Platzierungen immer weiter zurück und an Parole bieten war nicht mehr zu denken. Der Kreislauf sank in enorme Tiefen, Michael konnte sich ganz einfach nicht mehr konzentrieren.   

In der Mittagspause, nach neun Sonderprüfungen wurde im UNIOR Team eine Krisensitzung abgehalten. Alle Hausmittelchen, um seinen Körper wieder auf Normalspur zu bringen, waren wirkungslos und man beichtete dem Hauptsponsor, man möchte vor der Weiterfahrt abraten.

Ein mächtiger Wetterumschwung ( plötzlicher starker Regen und Temperaturabfall) ließ jedoch kurz vor dem Start der zwölften Sonderprüfung den Piloten  Besserung erwarten. So beschloß man doch noch einmal alle Kraft zusammen zu nehmen und die Zähne zusammenzubeissen. 

Ersichtlich war das  an den folgenden SP -Zeiten. Plötzlich war der Kapfgeist wieder erwacht und es wurden richtig starke Zeiten gefahren. 

Im Ziel war Michael zwar total erschöpft und wollte nicht mehr aus dem Rallyefahrzeug aussteigen, aber ein 1. Platz in der ARC Wertung (was unerwartet auch die Führung in dieser Meisterschaft bedeutet ), ein 3. Platz in der österreichischen 2WD-Meisterschaft und ein 2. Platz in der Klassenwertung bedeuteten, dass die großen Anstrengungen doch noch von Erfolg gekrönt  waren.

Jetzt wird vorerst einmal richtig auskuriert und in den wohlverdienten Sommerurlaub gegangen. 

Nächster Rallyestart erfolgt in Deutschland 

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