MIG Austria Team beim Waldviertel Rallyesprint (ART2WD)

Bravourstück im 2WD-Citroen: Platz 3 in den Allrad-Top10

Michael Kogler, Andre Kachel und die „rasende“, aber eben nur  zweiradangetriebene „Werkzeugkiste“ des UNIOR Racing Teams lieferten beim Waldviertel Rallyesprint auf Schotter eine Meisterleistung: Platz drei inmitten von Allrad-Duos. Für Michael, immerhin schon über ein Jahrzehnt lang Rallyepilot, war es „meine beste Schotterrrallye“. Peter Schöller/Theresa Krautsieder mussten den historischen „Hundeknochen“ leider vorzeitig abstellen.

Beim Rallyesprint in St. Veit hat sich Michael Kogler trotz starker Allrad-Konkurrenz den dritten Gesamtrang vorgenommen, dieses ehrgeizige Ziel bis zur letzten Sonderprüfung auch tatsächlich umsetzen können und letztendlich erst auf der Abschluss-SP knapp aber doch verpasst.

Vor dem Waldviertel Rallyesprint hat der UNIOR Racing Team Austria-Pilot „nur“ den vierten Platz als Ziel angegeben – sicher auch deshalb, weil man auf den wunderschönen Schotterprüfungen rund um Langenlois in dem zweiradgetriebenen Citroen DS3 R3 noch mehr Nachteile gegenüber der Allrad-Phalanx hinzunehmen hat, was in der Natur der Sache liegt.

Doch gleich auf der ersten Sonderprüfung „Kronsegg-Gföhl“ ließen Michael Kogler und sein Copilot Andre Kachel mit der drittschnellsten Zeit aufhorchen. Diese Position hatte das MIG Austria-Duo auch vor der Mittagspause inne – auf den viertplatzierten Allrad-Piloten hatte man nach drei Sonderprüfungen bereits 22 Sekunden Vorsprung herausgearbeitet.

Am Nachmittag schafften Kogler/Kachel auf der Prüfung „Leitnerschlag-Kronsegg“ sogar die zweitschnellste Zeit – lediglich der Rallyesieger Gerald Rigler in seinem Ford Fiesta R5 war da noch schneller unterwegs. Michael Kogler sagt dazu: „Da muss ich fairerweise erwähnen, dass es eine Prüfung ist, die viel Bergabpassagen hat und in der man nicht so viel Leistung benötigt. Die zweitschnellste Zeit war auch das absolute Maximum, das man hier erreichen konnte. Mir taugt es einfach, wenn man in einem 2WD-Auto mit den Big Bangers mitfahren kann.“

„Meine beste Schotterrallye“

Und so kam es auch: Michael Kogler und Andre Kachel belegten den dritten Gesamtrang, hinter den beiden sechs weitere Allrad-Duos. Womit man die in der Austrian Rallye Challenge (ARC) heuer neu eingeführte ART2WD überlegen gewinnen konnte. Der zweitbeste 2WD-Pilot, Luca Waldherr, belegte den elften Gesamtrang, rund zwei Minuten hinter Kogler.

Zwischen Zieldurchfahrt auf dem Holzplatz von Langenlois und der Siegerehrung verriet Michael, dass er bei dieser wunderschönen Veranstaltung ganz bersonders motiviert war! Denn die Sonderprüfung „Manhartsberg“ war im Vorjahr auch Teil der Waldviertel-Rallye – dort war Michael bekanntlich Teil jenes Trios, das bis zur letzten Rallye um die ORM2WD-Staatsmeisterschaft kämpfte. Und auf der SP „Manhartsberg“ lag jener Stein, der die Titelträume von Michael Kogler für beendet erklärte. Michael: „Das hat mich gepusht! Ich war top motiviert! Die ganze Wut, die sich über den Winter aufgestaut hat, musste hier raus! Und das hat funktioniert: Letztendlich war es meine beste Schotter-Rallye in einem 2WD-Fahrzeug. Wir fahren ja nur ein- bis zweimal im Jahr auf Schotter – und ich freue mich, dass der Speed auf Schotter genauso stimmt wie auf Asphalt.“

Süffisant fügt der Sohn von Teamchef Gottfried Kogler eine kleine „Spitze“ hinzu: „Anders als das Citroen-Werksteam in der Weltmeisterschaft können wir die Fahnen von Citroen recht gut hochhalten.“

Selbstbewusst & kollegial

Schon am kommenden Wochenende ist das UNIOR Racing Team Austria wieder im Einsatz. In Kroatien steigt die Rallye Ina Delta, als dritter Lauf zum Alpe Adria Rally Cup, in dem Michael Kogler die Tabelle anführt. Kogler erklärt: „Das ist eine Asphaltrallye und sie passt gut in mein Konzept für 2018: Denn ich wollte heuer wieder neue Rallyes kennenlernen, im Ausland. Wo du einen guten Aufschrieb brauchst – und wo ich mit dem Andre Kachel den bestmöglichen Copiloten an meiner Seite habe. Das macht es für uns sehr interessant. Generell ist der Asphalt in Kroatien oder Slowenien ein bisschen rustikaler als hier bei uns in Österreich – da sind wir schon ein bisschen verwöhnt. Aber die Stimmung im Team ist gut, die Stimmung im Cockpit ist gut und wir sind im Alpe Adria Rally Cup weiter auf Titelkurs unterwegs. Ich freue mich auf die lokalen 2WD-Helden dieser Rallye – ich nehme es gerne mit allen auf.“

Das wäre also ein vor Selbstbewusstsein strotzender guter Schlusssatz geworden – doch geradezu typisch für Michael Kogler möchte er noch unbedingt etwas hinzufügen. Wer Kogler junior kennt, der weiß, dass er zwar im Cockpit knallhart agiert, sonst aber ein nachdenklicher und vor allem kollegialer Sportsmann ist. Und so möchte er noch seinen Vorsprung auf Luca Waldherr relativieren – schließlich weiß Kogler, der selbst schon alle Höhen und Tiefen in diesem Sport erlebt hat, ganz genau, wie wichtig bei einer solchen Veranstaltung die Erfahrung ist: „Zum Abschluss möchte ich noch sagen: Ich habe heute mit dem Luca gesprochen. Er war etwas deprimiert – doch da muss ich fairerweise dazusagen: Ich fahre jetzt schon zehn Jahre und wenn ich dann hier, auf Schotter, meine Erfahrung nicht ausspielen könnte, dann wäre ich wohl eher fehl am Platz. Da braucht sich Luca also keine grauen Haare wachsen lassen.“

Das muss auch Peter Schöller nicht – auch wenn er den wunderschönen historischen „Hundeknochen“-Ford Escort des UINOR Racing Team Austria auf der dritten Prüfung abstellen musste. Schließlich war es die erste Schotterrallye für das Gespann Schöller/Krautsieder/Ford Escort. Copilotin Theresa Krautsieder erklärt: „Wir haben uns auf den ersten beiden Prüfungen ein wenig an den Schotter herangetestet. Doch auf der dritten Prüfung blieb der dritte Gang stecken – so mussten wir den ‚Hundeknochen‘ an einem sicheren Platz abstellen.“

alle Fotos: UNIOR Racing Team Austria

Michael Noir Trawniczek
Presse Unior Racing Team Austria
+43 660 685 66 38

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Kogler erneut als „Allradschreck“

ARC: Rallyesprint St. Veit

 

Sowohl im Alpe Adria Rally Cup als auch in der neuen ART2WD-Wertung siegte rund um Sankt Veit der Niederösterreicher Michael Kogler.

Das Ableben von Angelika Kresch, einer guten Freundin und engen Vertrauten des Teams, versetzte das MIG Team Austria in Trauerstimmung. Michael Kogler wollte gerade deshalb eine weitere Maximalleistung abrufen. Zwar verpasste er das Gesamtpodium auf der letzten Prüfung, doch den ganzen Tag lang hatte er im 2WD-DS3 zahlreiche PS-stärkere Allradteams deklassiert. Im Alpe Adria Rally Cup siegte der Niederösterreicher erneut und konnte damit seine Tabellenführung ausbauen. Auch in der neuen ART2WD war kein Kraut gegen Kogler gewachsen, er siegte mit vier Minuten Vorsprung.

Am Freitag, dem Besichtigungstag des Rallyesprint St. Veit, musste die heimische Rallyeszene eine traurige Nachricht verkraften: Angelika Kresch (Remus/Sebring) hatte mit erst 59 Lebensjahren den Kampf gegen den Krebs verloren. Für das Team war diese Nachricht besonders erschütternd, wie Teamchef Gottfried Kogler erklärte: „Remus ist einer unserer Hauptsponsoren. Angelika war seit nunmehr 23 Jahren nicht nur eine gute und liebgewonnene Freundin unseres Hauses, sondern auch eine enge Vertraute unseres Teams. 23 Jahre sind eine lange Zeit, so was verbindet. Es ist einfach nur tragisch, dass sie den Kampf nun doch verloren hat.“

Von dieser traurigen Botschaft wurde Michael Kogler, der wieder mit dem deutschen Profi-Co-Piloten André Kachel unterwegs war, offenbar angestachelt, denn wie so oft fuhr er in seinem Citroën DS3 R3T in einer eigenen Liga. Schon vor dem Start meinte Kogler kampfeslustig: „Ich möchte hier natürlich wieder den Alpe Adria Rally Cup gewinnen, bei dem wir heuer ja den Titel anstreben. Ich möchte aber auch unbedingt einen Podiumsplatz im Gesamtergebnis erringen.“ Mit dem frontgetriebenen DS3 gegen mindestens zehn PS-stärkere R5/S2000-Allradler Platz drei erobern – ist das realistisch? Kogler schmunzelte: „Man muss sich ehrgeizige Ziele stecken – und ich bin heute sehr motiviert.“

Nach drei von vier Sonderprüfungen, vor dem zweiten Durchgang der 20-Kilometer-SP Schaumboden-Gradenegg, lag Kogler tatsächlich auf Rang drei der Gesamtwertung und ließ damit wie schon des Öfteren zahlreiche Allradboliden hinter sich. Allerdings kamen die nassen, rutschigen Bedingungen am Nachmittag naturgemäß den 4WD-Teams entgegen – Günther Knobloch schnappte sich im 4WD-Subaru Platz drei, so rutschte Kogler am Ende noch auf den vierten Gesamtrang ab. „Das ist schade! Es ist mir ein Rätsel, wie sich ‚Knobi‘ im zweiten Durchgang dermaßen steigern konnte. Platz vier ist halt die ‚goldene Ananas‘, aber wir konzentrieren uns heuer ohnehin auf den AARC.“

In diesem konnte Kogler erneut die Maximalpunktezahl erobern. Er gewann die AARC-Wertung des Rallyesprints mit mehr als zwei Minuten Vorsprung auf Simone Boscariol, der wie Kogler einen DS3 R3T pilotierte. Die ARC kann der regierende Champion übrigens nicht mehr verteidigen, da seine Auto heuer zur ART2WD gezählt wird. In dieser siegte Kogler mit rund vier Minuten Vorsprung auf den nächstgelegenen 2WD-Piloten. So verwundert es nicht, dass Michael Kogler auch bei dieser Rallye am Ende einen Wunsch äußerte: „Jetzt würde ich wirklich gerne einmal so einen R5 ausprobieren. Ich denke, die Zeit wäre reif dafür.“

Der zweite MIG-Austria-Pilot aus dem Hause Kogler Racing, Peter Schöller aus Marbach-Donau, konnte mit dem historischen Ford Escort (Baujahr 1972) den hervorragenden vierten Platz in seiner Klasse einfahren.

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START DER RALLYESAISON IN SLOWENIEN

MIG Austria Team bei der Rallye Vipavska-Dolina

Entschlossener erster Schritt beim slowenischen Rallye-Volksfest

Tausende Fans entlang der Strecke, großes Interesse auch im Servicepark. Das MIG Austria Team feierte bei der Rallye Vipavska-Dolina einen schönen Saisonauftakt: Sowohl Peter Schöller im historischen Ford Escort als auch Michael Kogler im Citroen DS3 R3 kamen bei schwierigen Verhältnissen ins Ziel. Kogler setzte mit dem Sieg im Alpe Adria Rallye Cup einen ersten Schritt in Richtung Cup-Verteidigung.

Für Michael Kogler, der im Vorjahr noch im wohl heißesten Dreikampf der ORM2WD-Staatsmeisterschaft mitmischen und bis zur letzten Rallye auf den Titel hoffen durfte, begann die neue Saison unter völlig anderen Vorzeichen – denn heuer konzentriert sich das UNIOR Racing Team Austria auf den Alpe Adria Rallye Cup, der drei Läufe in Slowenien, Kroatien und Italien sowie weitere drei Läufe in Österreich beinhaltet. Erste Station war am vergangenen Wochenende die Rallye Vipavska-Dolina in Slowenien, gezündet wurde wieder die „rasende Werkzeugkiste“, der Citroen DS3 R3 in einem modifizierten Design.

Für Michael begann die Rallye recht anstrengend: „Weil am ersten Tag die Besichtigung und der Rallyestart auf dem Programm standen, waren wir von 8 Uhr am Morgen bis um 1 Uhr in der Nacht auf Achse, der Rallyestart fand nämlich erst um 23 Uhr statt. Und um 5 Uhr hat am nächsten Tag schon wieder der Wecker geläutet. Eigentlich waren das für mich zwei gefühlte ziemlich lange Rallyetage.“

Noch dazu löste sich bei der abendlichen Superstage in der City der Turboschlauch, sodass Kogler und sein Copilot Andre Kachel rund zwölf Sekunden einbüßten. Michael: „Ich war danach zugegebenermaßen ein bisschen sauer. Nach der langen Winterpause wartest du ewig lange auf den Start und dann passiert so etwas. Ich war einfach geil darauf, gleich einmal eine Top-Zeit in den Asphalt zu brennen.“

Rasante Aufholjagd

Am Samstagvormittag jedoch starteten Kogler/Kachel eine mehr als eindrucksvolle Aufholjagd: 13 Plätze wurden gutgemacht, viermal glänzte Kogler mit der siebtschnellsten Gesamtzeit, in der 2WD jeweils Zweitschnellster hinter dem fünffachen slowenischen Staatsmeister Aleks Humar, der einen R2 bewegte. So preschte Kogler vor auf den achten Gesamtrang, als zweitschnellster 2WD-Pilot.

Zweimal konnte Michael an diesem Vormittag sogar Gerald Rigler im viel stärkeren R5 schlagen, doch Michael winkt ab: „Gerald tat sich mit den Verhältnissen genauso schwer wie wir und am Nachmittag konnte er sich steigern, da waren die Verhältnisse dann wieder klar.“ Immerhin jedoch fehlten Kogler zur Mittagspause lediglich zehn Sekunden auf Rigler – ob man da nicht daran denkt, wie man selbst in einem R5 abschneiden würde? Michael lacht: „Naja, der Gusto auf eine R5-Premiere ist gewachsen, sagen wir es einmal so…“

Die Nachmittagsprüfungen verlangten dann noch einmal volle Konzentration – sie kamen den Einheimischen zugute, da dort ein besonders quartzhältiger Asphalt zum Einsatz kommt, der bei Hitze schmierig wird und sich wie Glatteis anfühlt. Eine der Prüfungen stammte zudem aus der berühmt-berüchtigten Saturnus-Rallye. 

„Man lernt nie aus“

Michael Kogler erzählt: „Auch nach gefühlten 100 Rallyes muss ich sagen: Man lernt nie aus! Diese Nachmittagsprüfungen waren für mich wieder eine neue Erfahrung. Wir sind in Österreich in Sachen Asphalt ziemlich qualitätsverwöhnt. Zudem hatten die Strecken allesamt blinde Kuppen – also kleine Hügel, hinter welchen oftmals Abzweige folgten. Da war natürlich ein guter Aufschrieb ganz besonders gefragt und da bin ich froh, mit Andre Kachel einen so erfahrenen Mann an meiner Seite zu haben.“

Auf SP7 kam es zu einem Zwischenfall: Grega Premrl, ebenfalls auf Citroen DS3 R3 unterwegs, überschlug sich, sodass der 2WD-Führende Aleks Humar und dessen Copilot sowie Michael und Andre erste Hilfe zu leisten hatten…

Was MIG Austria-Teamchef Gottfried Kogler nicht versteht: „Humar wurde sofort eine Zeit gutgeschrieben, eine viertschnellste noch dazu. Bei uns hieß es, dass wir die Zeit aus dem zweiten Durchgang erhalten werden. Dort fuhr Michael die achtschnellste Zeit, womit das für uns okay war. Nur: Wir waren dennoch immer noch 1:50 Minuten hinten. Erst nachdem uns Helmut Schöpf den Fehler ausrechnete und wir den von ihm freundlicherweise gesandten Screenshot der Rennleitung zeigten, entschuldigte man sich und korrigierte den Fehler.“

„Volksfeststimmung – sensationell!“

Ansonsten jedoch stellt Kogler senior der Rallye ein gutes Zeugnis aus: „Es ist unfassbar, wie groß das Zuschauerinteresse bei dieser Rallye war. Entlang der ehemaligen Saturnus-Prüfung standen die Menschen beinahe Spalier – und das sind immerhin acht Kilometer. Es war eine regelrechte Volksfeststimmung. Wirklich sensationell!“

Groß war das Interesse auch im Servicepark – allerdings galt es dem „Hundeknochen“, dem Ford Escort RS2000, den Peter Schöller und Theresa Krautsieder für das MIG Austria Team pilotierten. Gottfried Kogler stellt amüsiert fest: „Dieses Auto fand bei den Fans mehr Anklang als die aktuellen Boliden.“ Schöller fuhr eine problemlose Rallye und landete auf dem 46. Gesamtrang und immerhin auf Platz sechs im Alpe Adria Rallye Cup.

Klarer Sieg im Alpe Adria Rallye Cup

Michael Kogler musste am schwierig einzuschätzenden Nachmittag ein paar „Federn“ lassen, was ihn jedoch nicht verwunderte: „Als Debütant ist es einfach schwierig auf diesem Asphalt. Die 2WD-Spitze kannte diese Prüfungen wie ihre Westentasche. So haben wir am Nachmittag rund zehn Sekunden auf die 2WD-Spitze eingebüßt.“ Letztendlich landeten Kogler/Kachel als drittbestes 2WD-Team auf dem zehnten Gesamtrang. 

Wichtig war für Kogler, den „Auftrag“ zu erfüllen – und der lautet bekanntlich, den Alpe Adria Rallye Cup wie schon im Jahr 2016 vor seiner Pause wieder nach Österreich zu holen. Michael nickt: „Im Alpe Adria Rallye Cup konnten wir mit beinahe drei Minuten Vorsprung einen klaren Sieg einfahren – wir haben also einen entschlossenen ersten Schritt in Richtung Cupsieg setzen können. Und jetzt freuen wir uns schon sehr auf die nächste Station im Alpe Adria Rallye Cup, den Murauer Rallyesprint in St. Veit in rund vier Wochen.“

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MIG Austria bereit für die neue Saison

Michael Kogler, Peter Schöller und das neue MIG Austria Team von Gottfried Kogler starten die Saison mit der Rally Vipavska dolina.

 

2018 wird aus vielerlei Gründen vermehrt im Ausland gestartet, so auch beim Auftakt zur slowenischen Meisterschaft am kommenden Wochenende. Nachdem im Vorjahr in der 2WD-ÖM eine der schönsten Saisonen überhaupt stattfand, als sich drei gleichwertige Piloten einander das gesamte Jahr über einen echten Kampf um die Spitze lieferten, hatte Michael Kogler keinerlei Ambitionen mehr, heuer um den heimischen 2WD-Titel zu kämpfen, zumal keiner der Top-3-Piloten in der zweiradgetriebenen Klasse geblieben ist und diese somit an Stellenwert eingebüßt hat.

Stattdessen zieht es den Melker wieder ins Ausland: Der Alpe Adria Rally Cup (AARC), den Michael Kogler bereits 2016 gewinnen konnte, passt sehr gut zu diesem Ansinnen. Neben drei österreichischen Rallyes steht bei der Rückkehr des AARC jeweils ein Lauf in Kroation, Slowenien und Italien auf dem Programm. So startet die neue Rallyesaison von Michael Kogler mit der Rally Vipavska dolina am kommenden Wochenende in Slowenien.

Dass man wieder vermehrt im Ausland startet, hat noch weitere Gründe: Die Sponsoren des Teams rund um Gottfried Kogler möchten die Werbeflächen bei internationalen Läufen in die Auslage gestellt sehen, um auf diese Weise den aktuellen Wirtschaftsboom nutzen zu können, aber auch die neu ins Leben gerufene MIG (Motorsportinteressensgemeinschaft) Austria möchte ihre internationale Bekanntheit steigern und zugleich die Werbetrommel für die neue Niederösterreich-Rallye in der malerischen Umgebung der Wachau und im Waldviertel rühren. Diese Rallye wird von MIG Austria gemeinsam mit Helmut Schöpf veranstaltet. Sie soll als Nachfolgeveranstaltung zu der von Schöpf über Jahrzehnte hinweg abgehaltenen Waldviertel-Rallye etabliert werden. Schließlich wird die Niederösterreich-Rallye zu 80 Prozent im südlichen Waldviertel ausgetragen.

Das neue MIG Austria Team startet mit dem Fahrer Michael Kogler und dessen Beifahrer André Kachel sowie mit dem früheren Rundstreckenpiloten Peter Schöller aus Marbach an der Donau, der mit Co-Pilotin Theresia Krautsieder an den Start gehen wird. Gefahren werden die erwähnten AARC-Rallyes in Slowenien, Kroatien und Italien sowie auch in Spanien, da heuer auch ein bis zwei Läufe zur Rallye-WM auf dem Plan stehen. In Österreich sind insgesamt vier Rallyestarts vorgesehen. Michael Kogler wird auch heuer der Marke Citroën treu bleiben, sein DS3 R3 erstrahlt in neuem Glanz. Peter Schöller wird mit dem teameigenen Ford Escort RS2000 („Hundeknochen“) die historischen Kategorien der Rallyeserien bereichern.

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Kein Glück beim Grande Finale

ORM/ORM2WD: Rallye Waldviertel

Michael Kogler wollte beim ORM-Finale im Waldviertel den nach der Liezen-Rallye wieder möglichen ORM2WD-Titel holen – doch das Glück war diesmal nicht auf seiner Seite…

Bei der von unheimlich vielen Zuschauern besuchten letzten
Waldviertel-Rallye, dem Finale der Österreichischen
Rallye-Staatsmeisterschaft (ORM) zeigte sich Michael Kogler vom UNIOR Citroen DS3 R3T noch die Chance, sich zum ORM2WD-Staatsmeister zu küren – denn wie in der großen Spielklasse kämpften auch in der Rallye Staatsmeisterschaft für zweiradgetriebene Fahrzeuge beim Grande Finale noch drei Piloten um den Titel…

Michael Kogler und sein erfahrener Copilot Andre Kachel begannen die Rallye mit einer Bestzeit, nach zwei Sonderprüfungen führte das UNIOR Racing Team Austria in der ORM2WD mit einem Vorsprung von 3,2 Sekunden.

Für den zweiten Durchgang jedoch vergriff man sich bei der Reifenwahl. UNIOR Racing Team Austria-Teamchef Gottfried Kogler erklärt: „Wir haben ja als eines von wenigen Teams einen Vertrag mit Pirelli, einen solchen hat auch Raimund Baumschlager – und die Italiener haben alles daran gesetzt, dass wir den Titel holen können. Es wurde sogar extra ein Reifentechniker aus Italien eingeflogen. Dafür möchte ich Pirelli auch meinen Dank aussprechen.“ Dennoch war der empfohlene weiche Reifen für Michael Kogler die falsche Wahl, weshalb er auf SP3 runde zehn Sekunden einbüßte. Wieder
mit der härteren Mischung gelang ihm auf SP4 erneut eine Bestzeit.

Nach dem ersten Tag fehlten Michael auf Platz zwei der 2WD liegend exakt acht Sekunden.

Kettenreaktion nach „verschlafener“ SP

Doch auf der morgendlichen SP6 büßte Michael gleich einmal weitere 18,6 Sekunden ein. Vater Gottfried erklärt: „Michael kam an diesem Morgen nicht richtig in Fahrt und hat auf dieser Prüfung im Grunde den Titel verloren. Denn in der Folge wollte er natürlich unbedingt den Rückstand wieder gutmachen und fuhr, wie wir sagen, mit der ‚Brechstange‘. Das war auch die einzige Chance, um den Überraschungstitel doch noch zu holen.“

Doch ein so genannter „Wackelstein“ kam dem Unterfangen in die Quere. Die „rasende Werkzeugkiste“ schlug mit dem rechten Hinterrad gegen den Stein, dabei wurde die Hinterachse verbogen. Michael Kogler berichtete im Ziel der Prüfung: „Ich musste Tempo rausnehmen, denn das Auto fährt nur noch quer.“ Nach einer Begutachtung jedoch stellte sich heraus, dass nichts gebrochen
war, so konnte Michael mit der verbogenen Achse sogar noch eine Bestzeit markieren.

„Meister der Improvisation“

Im Service dachte man trotz fehlender Ersatz-Hinterachse noch lange nicht daran, aufzugeben. Grinsend erzählt Gottfried Kogler: „Wir haben uns eine Stahlpresse von Baumschlager Rallye Racing ausgeborgt und unsere Tschechischen Mechaniker sind wahre Meister der Improvisation. Sie wussten genau, wo sie ansetzen mussten, um die Achse wieder gerade zu biegen, ohne dass dabei ein Riss entstand.“

Auf der vorletzten SP fehlte Michael noch das nötige Vertrauen in das solchermaßen reparierte Fahrzeug, doch auf der letzten Prüfung ließ er den Citroen noch einmal fliegen und konnte solchermaßen noch eine Bestzeit markieren. Insgesamt gelangen Kogler sechs Bestzeiten in der ORM2WD.

„Tolle Saison mit zwei Titel“

Michael Kogler beendete die Rallye auf Platz drei der ORM2WD, konnte aber noch die Niederösterreich Rallye Trophy für sich entscheiden. Schon bei der Herbstrallye krönte sich Kogler zum Champion der Austrian Rallye Challenge, als erster Pilot eines 2WD-Fahrzeugs.

Und so zieht Gottfried Kogler trotz des verlorenen ORM2WD-Titels eine positive Bilanz: „Wir hätten heuer drei Titel holen können – jetzt sind es halt nur zwei geworden, da kann man sich nicht beklagen. Eigentlich haben wir nach der dritten Rallye bereits gedacht, dass wir in der ORM2WD keine Chance mehr haben – erst durch das Pech unserer Mitbewerber in Liezen hat sich hier noch einmal eine Chance ergeben. Dennoch blicken wir auf eine tolle Saison zurück – wir hatten keinen einzigen Crash und auch keine gröberen technischen Probleme. Und: Es war eine hochkarätig besetzte
ORM2WD-Saison mit drei gleichwertigen großartigen Piloten, die bis zur letzten Rallye um den Titel gekämpft haben.“

„Habe gratuliert“

Michael Kogler sieht es nicht anders und zeigt sich als Sportsmann: „Es ist für mich keine Schande, einem aufstrebenden, wirklich großartig fahrenden Jungtalent den Titel zu überlassen. Ich habe auch schon im Verlauf der Rallye herzlich zum Titel gratuliert. Ich denke, dass wir heuer insgesamt eine großartige Meisterschaft gesehen haben und ich freue mich, ein Teil davon gewesen zu sein. Nächstes Jahr wollen wir wieder vermehrt internationale Rallyes bestreiten und darauf freue ich mich jetzt schon sehr.“

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ARC-Titel bei der Herbstrallye: „Etwas ganz Besonderes!“

Michael Kogler krönte sich bei der Herbstrallye Dobersberg zum Champion der Austrian Rallye Challenge – in einem unterlegenen 2WD-Fahrzeug. Jetzt hofft er, dass es beim Saisonabschluss der Österreichischen 2WD Rallyemeisterschaft , im Rahmen der Waldviertel-Rallye, in dieser Tour weitergeht, denn auch dort hat er Titelchancen…

Die Herbstrallye Dobersberg verlief für Michael Kogler optimal – der Führende der Austrian Rallye Challenge lag nach drei Sonderprüfungen sogar vor dem bis gestern regierenden ARC-Champion Dani Fischer im überlegenen Allrad-Subaru, den er im Vorjahr bis zur letzten Rallye herausfordern konnte . Doch der ungleiche Kampf „David gegen Goliath“ stand dann nicht im Vordergrund, schließlich wollte Michael kein unnötiges Risiko eingehen. Dass er nach einem Fehler von Fischer dann doch hinter den beiden R5-Piloten auf Platz drei des Gesamtergebnisses landete, war wohl Ironie des Schicksals. Wie auch immer: Michael Kogler krönte sich beim Saisonfinale der ARC mit dem dritten Gesamtrang zum neuen Champion….

UNIOR Racing Teamchef Gottfried Kogler konnte diesmal nur von einer problemlosen Rallye berichten: „Es war eine Musterrallye – ein Tag, wie man ihn sich wünscht. Michael war locker unterwegs und fuhr sehr gelöst. Am Ende landeten wir sogar noch auf Platz drei des Gesamtergebnisses, hinter den beiden starken R5-Piloten Fischerlehner und Rigler – was will man mehr?“

Dabei stand die Austrian Rallye Challenge im heurigen Programm des UNIOR Racing Team  vorerst nicht auf dem Programm: „Wir haben die Schneerosen-Rallye lediglich als Test für unsere ORM2WD-Saison absolviert. Der Rest hat sich dann ergeben – es zeigt irgendwo auch: Wenn man etwas nicht hartnäckig anstrebt, kommt es oft von ganz allein.“

Gedenken an ARC-Mastermind Folkrad Payrich

Michael Kogler widmete seinen ersten Titel in der Austrian Rallye Challenge dem letzte Woche verstorbenen ARC-„Gründervater“ Folkrad Payrich: „Für mich stehen die Herbstrallye, die Challenge und Folki in enger Verbindung. Ich war schon als Kind bei der Herbstrallye zuschauen und ich habe dort meine ersten ‚Gehversuche‘ im Suzuki Motorsport Cup unternommen – da habe ich dann Folki kennengelernt und er war auch damals schon sehr engagiert für junge Neueinsteiger. Letztendlich hat er über 20 Jahre hinweg zahlreichen Rookies den Einstieg in den Sport erleichtert. Die Herbstrallye war auch in schwierigen Zeiten immer ein toller Saisonabschluss der ARC. Daher ist dieser ARC-Titel für mich etwas ganz Besonderes!“

Der von Michael schon im Sommer angekündigte „heiße Rallye-Herbst“ ist natürlich noch nicht zu Ende. Bei der Waldviertel-Rallye tritt Michael als Leader der ORM2WD an. Wie auch immer – auch Teamchef Gottfried Kogler sagt: „Im Waldviertel zählt nur der Sieg!“ Dann nämlich kann sich Michael Kogler zum 2WD-Staatsmeister küren. Michael nickt: „Ich hoffe, dass mein ‚heißer Rallye-Herbst‘ in dieser Tour weitergeht.“

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Kogler Motorsport