Ab in die Wüste

bahrain_01In der Rallye-ÖM wurde heuer einiges erreicht: Der Dieselpokalsieg durch Michael Kogler auf Golf TDI Kit-Car, der Vizetitel durch Hannes Danzinger auf Golf GTI Erdgas und der 3.Platz in der Gruppe-A durch Andreas Waldherr auf Golf Kit-Car. Jetzt kommt die Rundstrecke dran: bei den beiden 24-Stunden-Rennen im Mittleren Osten werden zwei neue VW Golf zum Einsatz gebracht.

Die Termine: Das Rennen auf dem Bahrain International Circuit geht am 15./16 Dezember 2006 über die Bühne, auf dem Dubai Autodrome wird am 11./12. Jänner 2007 gefahren. Die Fahrermannschaften: Als Team 1 fahren Andreas Waldherr/Hannes Danzinger/Michael Kogler/Seppi Stigler, Team 2 besteht aus Willi Rabl/Erich Weber/Hermann Berger/Herbert Moritz.

Mit Waldherr/Danzinger/Kogler/Stigler setzt VW auf Erfahrung. Vor allem Andreas Waldherr und Hannes Danzinger haben neben ihren Rallye-Meistertiteln auch auf der Rundstrecke ihren Mann gestellt. Auch Erich Weber, in der Szene besser bekannt als „Tessitore“, hat mit langjähriger Rundstrecken- und Bergerfahrung einiges einzubringen. Daneben sind Piloten am Werk, die stark von den Erfahrungswerten dieser Teamkollegen abhängig sind – gelebte Nachwuchsförderung.

Die Teamleitung für Bahrain und Dubai obliegt Dr. Helmut Czekal, Einsatzleiter und Koordinator ist Gottfied Kogler, der auch die Rallyes von Volkswagen Motorsport in Österreich betreut.

Zwei neue Rundstrecken-Golf werden bei zwei 24-Stunden-Rennen zum Einsatz gebracht. Die TDIs wiegen um die 1.000 kg und sind je 220 PS stark. Die Gegner im Dieselfeld von Bahrain und Dubai kommen vor allem aus Deutschland und Holland und sind mit BMW, Seats oder Alfas „bewaffnet“.

Zielsetzung für die Österreich-Truppe von VW wird es sein, auch in der Wüste „die Nase vorne zu haben“ – im Klartext: Die Dieselwertungen zu gewinnen. Im Gesamtklassement werden u.a. Porsche, Jaguar und Ferrari um den Sieg kämpfen.

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Der Dieselmeister 2006 heißt Michaell Kogler

Er ist der jüngste Dieselmeister, den es je in Österreich gab. Michael Kogler, ganze 19 Jahre alt, verwirklichte sich mit seinem VW Golf TDI Kit-Car diesen Traum.

Nach Raimund Baumschlager, Andreas Waldherr (3x), Hannes Danzinger und Michael Böhm ist er der siebente Chef der schnellsten Dieselfahrzeuge von Österreich. Wie gesagt: Mit 19 Jahren! Ein Zeichen dafür, dass mit Michael Kogler ein großes Talent entdeckt wurde. Dies war aber nicht allzu schwer. Unter der Devise: Der „Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ erinnert man sich gerne an die wilden Jahre seines Vaters Gottfried, der als schnellster Polizist Österreichs viele Jahre die heimischen SP-Strecken kontrollierte. Heute ist er neben der Sicherheit im öffentlichen Leben auch Einsatzleiter im größten österreichischen Rallyeteam, dem VW Rallye Team Austria.  Sohnemann Michael betreibt seit knapp über zwei Jahren Motorsport. Als Einstieg wählte er den Suzuki-Cup und wechselte zu Saisonbeginn in das Team von Volkswagen, ohne auf den Copiloten seines Vaters, Roland Rieben, zu vergessen. Diesen Mann bezeichnet der junge Meister als stark mitverantwortlich für den tollen Erfolg. Michael Kogler hat vor einem Monat seinen Lehrberuf als Elektro-Installateur erfolgreich abgeschlossen, was Vater Gottfried Kogler zu folgender Äußerung verleitete: „Nun, mit seinem ausgelernten Berufsstatus verdient Herr Sohn echtes Geld und kann sich den Rallyesport leisten, denn bis dato lebte er von der Kinderbeihilfe.“

Michael Kogler wird 2007 seinen Diesel-Meistertitel im „VW-Rallye-Team-Austria“ verteidigen.

Michael Kogler: „Eine feine Sache, die mir heuer gelungen ist. Vor allem war sie in dieser Form nicht programmiert. Mein Kompliment an Volkswagen, an das Team mit meiner Service-Crew und mein Dank an meinen Vater, der mich im Motorsport wie im Leben immer wieder über die richtigen Sonderprüfungen führt.

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Kogler Motorsport